Wie hängen Modell und differenzierter Unterricht zusammen?

Differenzierte Methodik ist wünschenswert aber optional.
Differenzierte Methodik vor allem in den Niveau-gemischten Fächern nötig (alle ausser D/F/M).
Differenzierte Methodik in allen Fächern nötig. Plenumssequenzen gut planen.
Stark differenzierte Methodik in allen Fächern nötig. 4MJK-Schulen arbeiten oft mit SOL-Sequenzen. LPs stellen Material bereit und stehen als Coaches zur Verfügung. Plenumssequenzen müssen sehr gut geplant sein.

Ein differenzierter Unterricht ist in allen Modellen wünschbar und umsetzbar, denn jede Klasse ist grundsätzlich heterogen. Je grösser die Heterogenität in der Klasse ist, umso eher können die Lehrpersonen nur noch mit differenzierter Methodik unterrichten.

Beim altersdurchmischten Lernen ist ein Unterrichten in “Zügen” nicht möglich (Überforderung der Lehrkraft) und auch nicht wünschbar (Vorteile der Altersmischung gehen verloren).

Im Lehrplan 21 steht dazu Folgendes:

“Es bedarf vielfältiger Angebote und Differenzierungsmassnahmen, um den Unterschieden in heterogenen Lerngruppen so gut wie möglich Rechnung zu tragen. Die Lehrpersonen passen den Unterricht an die unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden an mit dem Ziel, möglichst allen Schülerinnen und Schülern Lernfortschritte zu ermöglichen. Voraussetzungen sind dabei vielfach (leistungs-) differenzierende, dem Entwicklungs- und Lernstand (von Schülern oder Schülergruppen) entsprechende Aufgaben. Im Weiteren gehören dazu angepasste Formen der Instruktion sowie der fachlichen und prozessorientierten Lernunterstützung.”

https://be.lehrplan.ch/index.php?code=e|200|2 (Hervorhebung: MH)

Links

https://www.schul-in.ch/altersdurchmischtes_lernen_materialien_instrumente.cfm

https://www.schul-in.ch/altersdurchmischtes_lernen_literatur_texte.cfm

https://www.schul-in.ch/altersdurchmischtes_lernen_beispiele.cfm

https://www.klett.ch/rundgang/im-gespraech/altersdurchmischtes-lernen

https://www.buchsee.ch/wp-content/uploads/2016/08/Gemeinsam_statt_einsam_2015_03.pdf

https://www.lernlandkarte.ch/

Churermodell:

Eine Möglichkeit der Binnendifferenzierung im Unterricht. Einstiegspunkte: https://www.churermodell.ch/

https://www.iqesonline.net/unterrichtsentwicklung/unterrichtskonzepte-aus-iqes-partnerschulen/churer-modell/

http://www.markusheinzer.ch/index.php?n=Themen.Churermodell

Erfahrungen aus der Praxis

Das Differenzieren scheint vor allem im Natur/Technik am Herausforderndsten zu sein. Gerade Experimente werden ja meist im Plenum vorgeführt.
In den anderen Fächern kann gut differenziert werden: Schnelle SuS können gut alleine arbeiten. Sie erhalten Zusatzaufträge. Real-SuS müssen nur die Grundanforderungen erfüllen.
Bei allen Fächern entsteht der Aufwand vor allem bei der Erstellung des Materials. Wenn die Aufträge einmal da sind, ist es einfacher. Dies braucht etwas Zeit und eine enge Zusammenarbeit mit anderen LPs. Man merkt dann, dass Heterogenität sowieso in jeder Klasse vorhanden ist. Je nach Fach geht es eher darum, differenzierte Angebote zu machen. In den Niveau-Fächern kann klarer verlangt werden, was sein muss.

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